Kurzantwort: Alltagskonto, Fixkostenkonto, Sparkonto: So richtest du das 3-Konten-Modell in 30 Minuten ein – und dein Budget steuert sich danach von selbst.
Das 3-Konten-Modell: Das Wichtigste in Kürze
- Ist-Zahlen statt Wunschwerte verwenden.
- Prioritäten und Sicherheitsreserve festlegen.
- Umsetzung automatisieren und kontrollieren.
Die drei Konten und ihre Jobs
| Konto | Aufgabe | Was darauf läuft |
|---|---|---|
| 1. Fixkostenkonto | Verlässlichkeit | Gehaltseingang; Abbuchung von Miete, Strom, Versicherungen, Verträgen, Kreditraten |
| 2. Alltagskonto | Freiheit mit Limit | festes Wochen-/Monatsbudget für Lebensmittel, Freizeit, Shopping (Karte an diesem Konto!) |
| 3. Sparkonto (Tagesgeld) | Zukunft | Notgroschen, Rücklagen-Töpfe, Sparziele |
Einrichtung in 30 Minuten
Schritt 1 – Fixkosten summieren: Alle wiederkehrenden Abbuchungen aus drei Monaten Kontoauszug addieren (vorher lohnt der Fixkosten-Check – warum Ballast automatisieren?). Schritt 2 – Sparrate festlegen: als fester Betrag oder nach der 50-30-20-Logik. Schritt 3 – Daueraufträge stellen: Gehalt landet auf Konto 1; am Folgetag gehen automatisch (a) das Alltagsbudget auf Konto 2 und (b) die Sparrate auf Konto 3. Schritt 4 – Karten sortieren: Im Portemonnaie lebt nur die Karte des Alltagskontos – das Fixkonto bleibt unangetastet.
Warum das Modell psychologisch funktioniert
Es ersetzt Willenskraft durch Struktur: Die Miete kann nicht „aus Versehen“ verkonsumiert werden, das Sparen passiert vor dem Ausgeben („pay yourself first“), und der Kontostand des Alltagskontos ist eine ehrliche Echtzeit-Anzeige deines Spielraums – ohne App, ohne Excel. Überweisungs-Schmerz beim „Leihen“ vom Sparkonto wirkt zusätzlich als natürliche Bremse.
Ausbaustufen für Fortgeschrittene
- Konto 3 unterteilen: Rücklagen-Töpfe (Urlaub, Auto, Geschenke) als Unterkonten – zuerst aber den Notgroschen füllen.
- 4. Konto für Paare: Gemeinschaftskonto für Fixes + je ein persönliches Alltagskonto – beendet die meisten Geld-Diskussionen.
- Jahreskosten-Topf: jährliche Rechnungen (Kfz-Versicherung, Beiträge) durch 12 teilen und monatlich auf einen eigenen Topf legen – nie wieder Januar-Schock.
Das 3-Konten-Modell ist Kapitel-Baustein unseres Ratgebers „Haushaltsbudget einfach gemacht“ – mit Einrichtungsplan, Kontenplan-Vorlagen und der kompletten Geld-Routine fürs Jahr. Du findest ihn in der FALK Ratgeber-Bibliothek.
Vom guten Vorsatz zum belastbaren Geldsystem: Das 3-Konten-Modell
Für Das 3-Konten-Modell gilt: Nutze reale Kontoumsätze als Ausgangspunkt und bilde Monats- sowie Jahreskosten ab. Priorisiere zuerst Zahlungsfähigkeit, teure Schulden und eine passende Sicherheitsreserve. Danach werden Spar- und Anlageziele automatisiert. Ein System ist nur dann gut, wenn es Schwankungen aushält, verständlich bleibt und regelmäßig angepasst wird. Produktentscheidungen folgen erst nach Ziel, Laufzeit, Risiko und Kosten.
Empfohlener Arbeitsablauf
- Entscheidungsfrage, Zielwert und Ausschlusskriterien festlegen.
- Belegte Werte, Annahmen und offene Punkte getrennt erfassen.
- Finanzielle und zeitliche Folgen in Basis- und Belastungsfall berechnen.
- Fachprüfungen, Bedingungen und nächsten Termin dokumentieren.
- Erst danach freigeben, nachverhandeln, anpassen oder stoppen.
Fachliche Grenze
Bezogen auf Das 3-Konten-Modell: Bei Überschuldung, Zahlungsrückständen oder ungeklärten Vertragsrisiken sollte frühzeitig eine anerkannte Schuldner- oder Verbraucherberatung einbezogen werden.
